Familie Potamididae – Schlammschnecken

Gehäuse ähnlich schlank und robust wie die der verwandten Hornschnecken • Opercula hornig • kleine Familie mit nur wenigen Arten • in Salz- und Brackwasser in Mangrovensümpfen und auf Schlammflächen • Vorkommen hauptsächlich in den Tropen • eßbare Arten, deren pikanter Geschmack Durst verursacht

Cerithidea albonodosa

  • Artname: von lat. albus =weiß + lat. nodosa = knotig
  • Erstbeschreibung von Augustus Addison Gould & Philip Pearsall Carpenter 1857
  • maximale Gehäusegröße 3 cm
  • Meeresschnecke der Gezeitenzone
  • Verbreitung Baja California, Mexiko bis Peru
  • nicht in Roter Liste und CITES-Anhang

Cerithidea cingulata - Potamididae

Cerithidea cingulata in Japan

Wikimedia Commons
(Ausschnitt)
GNU GNU bzw. CC-Lizenz
CC-Lizenz BYCC-Lizenz SA

Cerithidea cingulata

  • Artname: von lat. cingere = umgürten
  • Gürtel-Schlammschnecke — engl.: Girdled Horn Shell — frz.: Potamide sangle
  • Erstbeschreibung von Johann Friedrich Gmelin 1791
  • Synonyme Cerithidea microptera, Cerithium muricatum, Murex terebella, Potamides cingulatus, Tympanotonos fluviatilis, Strombus aculatus
  • maximale Gehäusegröße 4,5 cm (normal 3,5 cm)
  • Schnecke im Meer- und Brackwasser (Mangrovensümpfe)
  • Verbreitung tropischer Indo-Westpazifik: Indien - Papua-Neuguinea - Japan - Australien
  • nicht in Roter Liste und CITES-Anhang
  • Stellenweise können um die 500 Schnecken pro Quadratmeter auftreten.
  • Cerithidea cingulata wird in den Philippinen viel gesammelt, als Nahrung und um aus den Gehäusen Kalk zu machen.

Cerithidea decollata

  • Artname: von lat. decollare = enthaupten
  • engl.: Truncated Mangrove snail
  • Erstbeschreibung von Carl von Linné 1758 (Systema Naturae)
  • Synonym Potamides decollatus
  • maximale Gehäusegröße 3 cm
  • Schalencharakteristisch ist der abgebrochene Apex, der in den Artnamen einging.
  • Brackwasser-/Meeresschnecke in Mangrovensümpfen, die auf Bäumen oder Baumstümpfen die Flut abwartet.
  • Verbreitung Indischer Ozean
  • nicht in Roter Liste und CITES-Anhang

Cerithidea ornata - Potamididae

Gehäuse von Cerithidea ornata (1,7 cm)

Cerithidea ornata

  • Artname: lat. ornata = geschmückt
  • Erstbeschreibung von Arthur Adams 1863
  • maximale Gehäusegröße 4 cm
  • Meeresschnecke in Mangrovensümpfen, wo sie über einen Meter am Baum hochkriechen kann
  • Verbreitung Südost-Asien
  • in Roter Liste als "nicht gefährdert" geführt, nicht im CITES-Anhang

Potamides conicus - Potamididae

Gehäuse von Potamides conicus
aus Montenegro (1,5-2 cm)

Potamides conicus

  • Erstbeschreibung von Henri-Marie Ducrotay de Blainville 1829
  • Synonyme Pirenella cailliaudi, Pirenella conica, Pirenella insculpta, Pirenella layardii, Potamides cailliaudi
  • maximale Gehäusegröße 2,5 cm
  • Meeresschnecke
  • Verbreitung Mittelmeer
  • nicht in Roter Liste und CITES-Anhang

Potamides lamarckii - Potamididae

Jean-Baptiste de Lamarck

Marc ROUSSEL / Wikimedia Commons
CC-Lizenz CC-Lizenz BYCC-Lizenz SA

Potamides lamarckii

  • Artname: gewidmet dem französischen Botaniker und Zoologen Jean-Baptiste de Lamarck (1744-1829)
  • Erstbeschreibung von Brongniart 1810
  • Synonyme Pirenella lamarcki, Cerithium lamarckii
  • ausgestorbene Brackwasser-/Meeresschnecke
  • Aufwuchsfresser

Telescopium telescopium - Potamididae

Die Teleskopschnecke im Schlamm
eines Mangrovensumpfes

shankar s. / flickr CC-Lizenz CC-Lizenz BY

Telescopium telescopium

  • Gattungs- und Artname: gr. Teleskop, Fernrohr [tele = weit, fern + von scopein = ansehen, beobachten]
  • Teleskopschnecke — engl.: Mangrove Whelk, Telescope Creeper, Mud Whelk — frz.: Potamide télescope — malaiyisch: Rodong, Berongan
  • Erstbeschreibung von Carl von Linné 1758 (Systema Naturae)
  • Synonyme Potamides telescopium, Telescopium mauritsi
  • maximale Gehäusegröße 13 cm (normal 11 cm)
  • Schnecke im Meer- und Brackwasser (Mangrovensümpfe) eingegraben in Weichböden
  • Verbreitung tropischer Indo-Westpazifik: Madagaskar - Indien - Papua- Neuguinea - Philippinen - Australien
  • in Roter Liste als "nicht gefährdet" geführt, nicht im CITES-Anhang / niedriger Gefährdungsgrad (10) nach Cheung et al. 2005
  • Telescopium telescopium ist eßbar und wird häufig auf Märkten in Thailand, Indonesien und den Philippinen angeboten.
  • Die Art produziert Substanzen, die die Wundheilung fördern, zudem soll der Verzehr Arthritissymptome bessern und gegen einen Kater helfen.
  • Die Teleskopschnecke kann im Meerwasser-Aquarium gehalten werden.

Telescopium telescopium - Potamididae

Anhänger aus geschnittenem Teleskopschnecken-Gehäuse mit Silber

Terebralia palustris - Potamididae

Terebralia palustris

Christoph Kühne / Wikimedia Commons
CC-Lizenz
CC-Lizenz BY

Terebralia palustris - Potamididae

Terebralia palustris
(Darstellung aus dem 19. Jahrhundert)

Quelle: (1) Popular...

Terebralia palustris

  • Artname: von lat. paluster = sumpfig
  • Mangrovenschnecke — engl.: Mangrove whelk — Swahili: Suka
  • Erstbeschreibung von Carl von Linné 1767
  • Synonyme Cerithium carinatum, Potamides palustris, Strombus agnatus, Strombus augustus, Strombus crassum, Strombus trisulcatus
  • maximale Gehäusegröße 19 cm (normal 12 cm)
  • Brackwasserschnecke in Mangrovensümpfen
  • Verbreitung von Ostafrika bis Japan, Australien und Südsee-Inseln
  • Terebralia palustris ist die größte in Mangrovensümpfen vorkommende Schneckenart
  • nicht in Roter Liste und CITES-Anhang
  • Die Jungtiere beschränken sich auf flache Gezeitenlachen und ernähren sich von Detritus. Adulte Schnecken sind weiter verbreitet, halten sich aber an den Mangroven auf und fressen deren herabgefallene Blätter.
  • Da Terebralia palustris an Mangroven gebunden ist, ist sie vom Erhalt deren Lebensraumes abhängig.
  • Der Haupt-Freßfeind der adulten Schnecke ist der große Krebs Scylla serrata. Allerdings gelingt es ihm nicht immer, das harte Gehäuse seiner Beute zu zerbrechen und dann hinterläßt er nur Schadstellen, die wieder zusammenwachsen. Große Schneckengehäuse haben oft mehrere Narben, die von solchen überstandenen Angriffen stammen.

Terebralia sulcata

  • Artname: lat. sulcatus = gefurcht
  • engl.: Sulcate Swamp Cerith — Singapur: Belitong
  • Erstbeschreibung Ignaz von Born 1778
  • Synonyme Strombus fuscu, Murex moluccanus, Strombus mangos, Murex semitrisulcatus, Terebralia tenerrima
  • maximale Gehäusegröße 6,5 cm
  • Meeresschnecke
  • Verbreitung Indopazifik
  • nicht in Roter Liste und CITES-Anhang

Tympanotonus margaritaceus - Potamididae

Das selbe Gehäuse von Tympanotonus margaritaceus in der Mündungsansicht

Tympanotonus margaritaceus

 

  • Artname: von lat. margarita = Perle
  • Erstbeschreibung von Heinrich Christian Friedrich Schumacher 1817
  • ausgestorbene Brackwasser-/Meeresschnecke

Quelle:

(1) A popular history of the Mollusca; comprising a familiar account of their classification, instincts and habits, and of the growth and distinguishing characters of their shells. By Mary Roberts. London,Reeve and Benham,1851 - Bioderversity Heritage Library

Bilder:

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